Zentrum Aktiver Prävention im Racket Center Nußloch

„Nein, danke. Das darf ich nicht essen!“

„Nein, danke. Das darf ich nicht essen!“

Ein häufig gebrauchter Spruch vieler Abnehmwilliger, um auf Leckereien zu verzichten. Doch ist es wirklich sinnvoll sich Verbote zu setzen und diese knallhart durchzuziehen?! Viele Menschen setzen sich enge Grenzen beim Thema Essen, um Ihre eigene Disziplin zu fördern. Ob in Form eines Mantras, Vorher-Nachher-Bilder oder einer Lebensmitteltabelle, es gibt viele Möglichkeiten sich darin zu bestärken. Doch oftmals gehen Verbote nach hinten los. Einige Zeit lang kann man sich an seine Regeln halten. Doch was dann? Zwischen zwei Wochen und drei Monaten liegt meist die Spanne des unerwünschten Rückfalls. Denn der lange Verzicht auf alte Essgewohnheiten und Lieblingsgerichte birgt seine Schattenseiten. Angefangen mit schlechter Laune und Frust kehren alte Gewohnheiten wieder zurück und das Ende wird doch nur mit Aufgeben „belohnt“. Als Endprodukt folgt dann der allbekannte Jojo-Effekt.

Um das zu umgehen, sollte man sich erst gar keine Verbote setzen, sondern bei Gelüsten das richtige Maß im Auge behalten. Und damit Gelüste erst gar nicht entstehen, sollte man sich ab und zu mal etwas nach Herzens Lust und ohne schlechtes Gewissen gönnen.

Genau wegen dieses weitverbreiteten Jojo-Effekts weiß man heute: Diäten machen langfristig keinen Sinn, wenn man sein Gewicht reduzieren möchte. Wesentlich sinnvoller ist hingegen eine langfristig orientiert und nachhaltig eingeführte Ernährungsumstellung. Weg von den Verboten und Beschränkungen hin zum bewussten Essen mit Freude.

Ein toller Tipp dabei ist beispielweise Farbe auf den Teller zu bringen. Nicht nur Kinder haben Spaß an buntem Essen! Schließlich ist es ja so: Das Auge isst mit. Versuch doch auch mal den Teller mit verschiedenen bunten Gemüsesorten zu füllen und dazu beispielsweise ein Stück Putenbrust.

Bewusstes Essen mit buntem Gemüse

Aber auch die Menge macht’s! Auch bei den richtigen Gerichten und gesunden Mahlzeiten ist die Menge entscheidend. Dabei geht es nicht darum Kalorien zu zählen, sondern auf den eigenen Körper zu hören. Habe ich noch Hunger, auf was habe ich Hunger? Habe ich vielleicht nur Durst oder warum esse ich jetzt genau dieses Stück Schokolade? Vielleicht brauchst du das Essen nicht zur beabsichtigten Energiezufuhr, sondern zur Frust- und Stressbewältigung, denn Schokolade macht nun mal glücklich!

Versuche deinen Körper zu akzeptieren, denn er ist dein eigenes Werkzeug um dein Leben zu formen. Ihr seid ein Team und benötigt euch gegenseitig. Gehe bewusst mit ihm um und vertraue darauf, dass er genau weiß, was er selbst benötigt. Nimm das Leben und deine Ernährung nicht zu wichtig, sondern gehe mit Freude und Leichtigkeit durchs Leben. Niederlagen kommen vor, bestrafe dich nicht selbst dafür und hake einen cheat day ab.

Und natürlich hilft Bewegung und Training dabei zusätzliches Gewicht zu reduzieren. Denn zum einen ist die Muskulatur der beste Fettverbrennungsmotor und zweitens kommt es auf die tägliche Energiebilanz an! Ganz vereinfacht kann man sagen: Nimmst du weniger zu dir, als du an diesem Tag verbrauchst, reduziert sich dein Gewicht. Da hierbei aber auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen und auch die Gefahr einer Unterernährung besteht, ist dies ein anderes Thema…

 

 



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